Als Mediator sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Konflikte entstehen selten aus bösem Willen. Sie wachsen aus Distanz – aus dem schleichenden Verlust gemeinsamer Momente, in denen man sich als Mensch begegnet und nicht als Gegenüber in einer strittigen Sache.
Genau hier setzt ein Projekt an, das mir am Herzen liegt: die App kommste mit?
Die Idee ist einfach. Wir verbringen heute erstaunlich viel Zeit damit, Begegnung zu organisieren: das passende Event suchen, Termine abstimmen, Gruppen koordinieren – bis von der anfänglichen Lust in all der Abstimmerei kaum noch etwas übrig ist. kommste mit? dreht das um. Wenige Schritte, ein gemeinsames Ja, los geht’s. Die App nimmt die Reibung aus der Verabredung, damit mehr Energie für das bleibt, worauf es ankommt: das gemeinsame Erleben selbst.
Für mich schließt sich damit ein Kreis. In der Mediation arbeite ich daran, dass Menschen wieder ins Gespräch kommen. kommste mit? arbeitet eine Stufe davor – daran, dass sie überhaupt wieder zusammen etwas tun. Beides folgt derselben Überzeugung: Nähe entsteht nicht am Verhandlungstisch, sondern im geteilten Moment. Beim Konzert, im Kino, am Seeufer.
Man muss nicht erst streiten, um den Wert von Verbindung zu spüren. Oft reicht die Frage: kommste mit?
Aus „Wir müssten mal“ wird „Gehen wir hin?“ – und manchmal beginnt Verbindung genau dort.
kommste mit? gibt’s kostenlos fürs iPhone – Android folgt in Kürze.
Zum Projekt: kommstemit.de · Im App Store laden
